18. Juni 2009
Vor dem Bundeskongress der Jusos, der von 19. bis 21. Juni in München stattfinden wird, zieht die Pragmatische Linke eine kritische Bilanz der ersten Amtszeit der Juso-Bundesvorsitzenden Franziska Drohsel. „In den letzten beiden Jahren sind Jusos nicht viel weiter gekommen. Die Juso-Vorsitzende hat weder inhaltlich noch strategisch neue Akzente gesetzt“, sagt PL-Bundeskoordinator Parsa Marvi aus Baden-Württemberg. „Franziska Drohsel klammert sich offenbar an die politischen Konzepte von vorgestern. Damit manövrieren die Jusos sich ins politische Abseits.“
Die Pragmatische Linke kritisiert insbesondere das auf dem letzten Bundeskongress verabschiedete und in Buchform publizierte Thesenpapier des Bundesvorstandes. „Da ist viel die Rede von Systemwechsel. Aber wie wir den Menschen hier und jetzt politische Alternativen anbieten können, wird an keiner Stelle erwähnt“, ergänzt PL-Bundeskoordinatorin Anita Geißler aus Hamburg. Ebenso distanziert sich die Pragmatische Linke vom sogenannten „Linkswende-Kongress“. Dort seien keine zukunftsfähigen Ideen für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts entwickelt worden. „Das war eine reine ideologische Nabelschau“, so Geißler.
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12. Oktober 2008
Vorwärts nimmer – Rückwärts immer!
Pragmatische Linke kritisiert Ergebnisse des Juso-Bundeskongresses
Die Pragmatische Linke zieht eine kritische Bilanz des Juso-Bundeskongresses 2008 in Weimar. “Der Verband hat sich in zentralen Punkten sogar hinter die Beschlusslage der vergangenen Jahre zurückentwickelt“, sagen die Sprecher der Pragmatischen Linken Anita Geißler und Parsa Marvi. Mit dem mehrheitlich beschlossenen Thesenpapier “Für eine Linke der Zukunft“ verweigert sich der Juso- Bundesverband pragmatischen Lösungen für die Probleme und Lebensrealitäten der Menschen in diesem Land. Deshalb haben die Bundeskongress-Delegierten der Pragmatischen Linken, die ein Drittel der Stimmen ausmachen, gegen den Leitantrag des Juso-Bundesvorstandes gestimmt.
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6. Juni 2008
Hamburgs Jungsozialisten (Jusos) haben “mit großem Entsetzen” auf das Thesenpapier des Bundesvorstands der SPD-Nachwuchsorganisation “Für eine Linke der Zukunft” reagiert. “Das Papier unternimmt den etwas hilflosen Versuch, weitgehend auf Basis der marxistischen Kapitalismuskritik die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für die soziale Demokratie zu analysieren und daraus Konsequenzen zu ziehen”, erklärte der Hamburger Landesverband am Donnerstag. “Der Juso-Bundesvorstand hat sich auch im 21. Jahrhundert einen Systemwechsel und die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft auf die Fahnen geschrieben”, sagte Hamburgs Juso-Chef Danial Ilkhanipour. “Für mich ist nicht mehr erkennbar, was dieses Papier noch mit sozialdemokratischer Politik zu tun haben soll.” Eine rückwärtsgewandte, auf Umverteilung setzende Politik könne nicht im Sinne der Sozialdemokratie sein. Das Ziel der Linken dürfe nicht ein wie auch immer gearteter Systemwechsel und die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft sein. Kein Mensch in Deutschland wolle in ähnlichen politisch-sozialen Verhältnissen leben wie sie auf Kuba, in China oder Venezuela bestünden.
Welt-Online, 06. Juni 2008