Hamburgs Jungsozialisten (Jusos) haben “mit großem Entsetzen” auf das Thesenpapier des Bundesvorstands der SPD-Nachwuchsorganisation “Für eine Linke der Zukunft” reagiert. “Das Papier unternimmt den etwas hilflosen Versuch, weitgehend auf Basis der marxistischen Kapitalismuskritik die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für die soziale Demokratie zu analysieren und daraus Konsequenzen zu ziehen”, erklärte der Hamburger Landesverband am Donnerstag. “Der Juso-Bundesvorstand hat sich auch im 21. Jahrhundert einen Systemwechsel und die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft auf die Fahnen geschrieben”, sagte Hamburgs Juso-Chef Danial Ilkhanipour. “Für mich ist nicht mehr erkennbar, was dieses Papier noch mit sozialdemokratischer Politik zu tun haben soll.” Eine rückwärtsgewandte, auf Umverteilung setzende Politik könne nicht im Sinne der Sozialdemokratie sein. Das Ziel der Linken dürfe nicht ein wie auch immer gearteter Systemwechsel und die Abschaffung der sozialen Marktwirtschaft sein. Kein Mensch in Deutschland wolle in ähnlichen politisch-sozialen Verhältnissen leben wie sie auf Kuba, in China oder Venezuela bestünden.
Veröffentlicht am 6. Juni 2008 um 12:00 Uhr.
Kategorie: Presse.
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