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	<title>. &#187; Nordrhein-Westfalen</title>
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	<description>Für eine pragmatische und linke Zukunft.</description>
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		<title>Raus aus den Hinterzimmern! PL fordert Demokratisierung des Verbandes</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
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Nach der &#252;berraschenden R&#252;cktrittsank&#252;ndigung der Juso-Bundesvorsitzenden Franziska Drohsel st&#246;&#223;t das Auswahlverfahren f&#252;r den Nachfolgekandidaten bei der Pragmatischen Linken auf deutliche Kritik.
Der Inhalt eines auf Spiegel Online publizierten Artikels, wonach einige einflussreiche Landesvorsitzende die Nachfolgeregelung unter sich ausgemacht h&#228;tten, hinterl&#228;sst bei der Pragmatischen Linken einen faden Nachgeschmack. „Wir h&#228;tten uns einen gemeinsamen Diskussionsprozess mit den Landesverb&#228;nden [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2008/06/presse.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-17" style="margin: 10px; float: left;" title="presse" src="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2008/06/presse.jpg" alt="" width="130" height="120" /></a><br />
Nach der &#252;berraschenden R&#252;cktrittsank&#252;ndigung der Juso-Bundesvorsitzenden Franziska Drohsel st&#246;&#223;t das Auswahlverfahren f&#252;r den Nachfolgekandidaten bei der Pragmatischen Linken auf deutliche Kritik.</p>
<p>Der Inhalt eines auf Spiegel Online publizierten Artikels, wonach einige einflussreiche Landesvorsitzende die Nachfolgeregelung unter sich ausgemacht h&#228;tten, hinterl&#228;sst bei der Pragmatischen Linken einen faden Nachgeschmack. „Wir h&#228;tten uns einen gemeinsamen Diskussionsprozess mit den Landesverb&#228;nden und Bezirken gew&#252;nscht – gerne kurz und intensiv. Dass Franziska Drohsel aber bereits in ihrer R&#252;cktrittsank&#252;ndigung f&#252;r den inzwischen offiziell bekannt gemachten Nachfolgekandidaten Sascha Vogt geworben hat, l&#228;sst eindeutig auf bereits vorab getroffene Absprachen schlie&#223;en“, sagen die Sprecher der Pragmatischen Linken Marcel Lewandowsky (Jusos K&#246;ln) und Parsa Marvi (Jusos Karlsruhe).</p>
<p>Damit werde ein Trend aus den vergangenen Jahren fortgesetzt, bei dem kleine Personengruppen aus den Str&#246;mungen NwlZ und Traditionalisten den Verband unter sich<br />
aufteilen. In Hinterzimmern werden Personalia unter einigen wenigen Funktion&#228;ren ausgehandelt und selbst die eigenen Landesverb&#228;nde und Delegationen aus der Informationspolitik konsequent herausgehalten. „Das widerspricht vehement dem hehren Anspruch, mehr Basisdemokratie zu leben“, kritisiert Lewandowsky. Die Pragmatische Linke dagegen fordert eine echte demokratische &#214;ffnung des Juso-Bundesverbandes und h&#228;lt die Wahl eines Juso-Vorsitzenden durch Mitgliederentscheid f&#252;r eine diskussionsw&#252;rdige Option. „Dadurch k&#246;nnte eine Einbeziehung aller Juso-Mitglieder gew&#228;hrleistet werden“, sagt Lewandowsky.</p>
<p>Die Pragmatische Linke wird den Kandidaten Sascha Vogt auf Basis seines inhaltlichen Anspruches und seiner strategischen Konzeption f&#252;r den Juso-Bundesverband beurteilen. „Wir machen das unvoreingenommen und hoffen, dass er uns ein &#252;berzeugendes Profil liefert, schlie&#223;lich w&#228;hlen wir auf dem Bundeskongress in Essen die zentrale F&#252;hrungsfigur des Verbandes“, sagt Parsa Marvi. „Wir erwarten, dass der oder die neue Vorsitzende die &#214;ffnung der Jusos f&#252;r weitere gesellschaftliche Schichten vorantreiben und den Verband aus seiner programmatischen Starre f&#252;hren wird.“ Die Pragmatische Linke fordert seit langem die Weiterentwicklung der Jusos zu einem modernen politischen Jugendverband und hat einen entsprechenden Antrag zum Bundeskongress eingereicht, der von zahlreichen Gliederungen unterst&#252;tzt wird.</p>
<p>Die Pragmatische Linke hofft nun in der Nachfolge von Franziska Drohsel auf einen realpolitischeren Verband, der tats&#228;chlich auf die existierenden Probleme und Sorgen der<br />
Bev&#246;lkerung und der jungen Generation eingeht und konkrete L&#246;sungsvorschl&#228;ge f&#252;r die Gegenwart und Zukunft erarbeitet.</p>
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		<title>F&#252;r eine Steuer- und Sozialpolitik aus einem Guss!</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 15:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
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Auch wenn der Ruf nach Steuersenkungen angsichts der richtungsweisenden NRW-Wahl f&#252;r den Augenblick aus dem Blickpunkt der &#214;ffentlichkeit geraten ist, so bleibt das Versprechen das Steuersystem grundlegend zu reformieren die gr&#246;&#223;te Baustelle der Liberalen. Wir erinnern uns: Vor der Bundestagswahl machten Westerwelle und Pinkwart eine Regierungsbeteiligung von der Zusage der Union zu niedrigeren Steuern abh&#228;ngig. [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2009/09/arbeiter.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-241" style="margin-right: 1em;" src="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2009/09/arbeiter.jpg" alt="" align="left" /></a>Auch wenn der Ruf nach Steuersenkungen angsichts der richtungsweisenden NRW-Wahl f&#252;r den Augenblick aus dem Blickpunkt der &#214;ffentlichkeit geraten ist, so bleibt das Versprechen das Steuersystem grundlegend zu reformieren die gr&#246;&#223;te Baustelle der Liberalen. Wir erinnern uns: Vor der Bundestagswahl machten Westerwelle und Pinkwart eine Regierungsbeteiligung von der Zusage der Union zu niedrigeren Steuern abh&#228;ngig. Der Begriff „Freiheit“ und das anhaltende Fordern nach einer grundlegenden Reform des Steuersystems wurden so zum liberalen Markenkern.</p>
<p>Der Zeitgeist schien ihnen Recht zu geben. Peter Sloterdijk war nicht der einzige Vertreter dieser neuen, von staatsferne getragenen B&#252;rgerlichkeit, die in den Feulletons und Talkshows der Republik die Ausbeutung des (steuerzahlenden) Leistungstr&#228;gers durch den „semisozialistischen“ Steuerstaat anmahnte. Auch in der Bev&#246;lkerung fand das Versprechen geringerer Steuern gro&#223;en Anklang. Denn insbesondere bei niedrigen und mittleren Einkommen besteht eine gro&#223;e Diskrepanz zwischen der tats&#228;chlichen, der gef&#252;hlten und der als gerecht empfundenen Steuerbelastung. Eine Studie des Bundesfinanministeriums belegt, dass in dieser Einkommensklasse der von den B&#252;rger gesch&#228;tzte (also „gef&#252;hlte“) Steuersatz h&#246;her ist, als der tats&#228;chliche. Ein Grund daf&#252;r ist, dass aufgrund der Komplexit&#228;t des Steuer- und Abgabensystems mehr als ein Viertel der befragten Erwerbst&#228;tigen nicht zwischen Steuern und Sozialabgaben unterscheidet. </p>
<p>Die Tatsache, dass Abgaben und Steuern in der &#214;ffentlichkeit oft synonym verwendet werden, mag der FDP vor der Bundestagswahl neue W&#228;hlerschichten erschlossen haben &#8211; und d&#252;rfte ihr sp&#228;testens mit dem ersten Lohnabzug nach Einf&#252;hrung der gro&#223;en Steuerreform zum Problem werden. Denn insbesondere bei den kleinen und mittleren Einkommen, der von Union und FDP ausgemachten Zielgruppe, besteht eher eine zu hohe Abgaben- als Steuerbelastung. Was n&#252;tzt die Reduzierung des pers&#246;nlichen Steuersatzes von 12% auf 11%, wenn im Gegenzug die Rentenversicherungsbeitr&#228;ge st&#228;ndig steigen und Millionen Menschen auf den steuerfinanzierten (!) Sozialausgleich bei der Kopfpauschale angewiesen sein werden? </p>
<p>Die Grundproblematik ist n&#228;mlich nicht prim&#228;r eine zu hohe Steuerbelastung, sondern die Finanzierungsschieflage der Sozialsysteme, die zu immer steigenden Arbeitnehmeranteilen f&#252;hrt. Geringverdiener w&#252;rden also eher von einer Reformierung der Finanzierungsgrundlage der Sozialversicherungen profitieren. Diese ist bitter notwendig: W&#228;hrend sich etwa bei der Gesetzlichen Krankenversorgung die Leistungsausgaben im gleichen Ma&#223;e gewachsen sind wie das BIP, verlaufen die beitragspflichtigen Einnahmen (ehemals im Gleichschritt) seit den 1990ern unterhalb dieser Kurve. Ein Grund daf&#252;r ist, dass tendenziell immer mehr Einkommen nicht durch eine Erwerbst&#228;tigkeit generiert werden. Wie im Artikel <a href="http://www.pragmatische-linke.org/sozialdemokratische-rente.htm">Sozialdemokratische Rente</a> beschrieben, m&#252;ssen die Sozialsysteme alle Einkunftsarten zur Finanzierung heranziehen! Indem die Finanzierung auf eine viel breitere Grundlage gestellt wird, werden die Beitragskosten f&#252;r Geringverdiener (da sie zumeist blo&#223; aus einer einzigen Einkunftsart beziehen) unweigerlich sinken.</p>
<p>Es ist Konsens, dass eine solidarische Finanzierung der Sozialsysteme unsere Gegenantwort auf Kopfpauschale und planlose Steuersenkungen (f&#252;r wen auch immer) sein muss. F&#252;r uns junge Sozialdemokraten hei&#223;t das in der Konsequenz, dass wir damit anfangen m&#252;ssen, den (Gegen-)Begriff „B&#252;rgerversicherung“ zu definieren und unsere Ergebnisse in die Partei hereinzutragen. Gerade jetzt ist es wichtig ein inherentes Gegenkonzept zu den Steuersenkungen der FDP zu pr&#228;sentieren. </p>
<p><em>Thorsten Offer, K&#246;ln</em></p>
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		<title>Die Jusos &#246;ffnen!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 15:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natalie</dc:creator>
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Am 30. Januar haben die K&#246;lner Jusos ein Positionspapier verabschiedet, das zu Recht Diskussionen ausgel&#246;st hat – weil es ein ebenso provokantes wie wichtiges Papier ist. Es tr&#228;gt den Titel „Die Jusos &#246;ffnen“ und will genau dies: Die Jusos zu einer schlagkr&#228;ftigen politischen Vertretung junger Menschen machen.

Seien wir ehrlich: Zurzeit ist der Juso-Bundesverband alles andere [...]]]></description>
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<p>Am 30. Januar haben die K&#246;lner Jusos ein Positionspapier verabschiedet, das zu Recht Diskussionen ausgel&#246;st hat – weil es ein ebenso provokantes wie wichtiges Papier ist. Es tr&#228;gt den Titel „Die Jusos &#246;ffnen“ und will genau dies: Die Jusos zu einer schlagkr&#228;ftigen politischen Vertretung junger Menschen machen.</p>
<p><a href="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2010/02/logo_jusos_klein.jpg"><img src="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2010/02/logo_jusos_klein-300x147.jpg" alt="" title="logo_jusos_klein" width="300" height="147" class="alignright size-medium wp-image-391" /></a></p>
<p>Seien wir ehrlich: Zurzeit ist der Juso-Bundesverband alles andere als das Sprachrohr der Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in diesem Land. Woran liegt das? Die Jusos K&#246;ln interpretieren die Ursachen der Misere so:<br />
1.	Die Jusos k&#246;nnen den Anspruch, die Mehrheit der unter 35-J&#228;hrigen zu vertreten, schon deshalb nicht stellen, weil sie diese Mehrheit nicht abbilden: Sie rekrutieren sich vor allem aus Studierenden; Ihre Diskussionskultur ist entsprechend akademisch gepr&#228;gt. Das d&#252;rfte viele abschrecken – &#252;brigens auch unter Akademikern.<br />
2.	Solange sich die Jusos am &#228;u&#223;ersten linken Rand der Gesellschaft positionieren, werden sie auch nur innerhalb dieses Spektrums Menschen f&#252;r sich begeistern k&#246;nnen. Auch dort m&#252;ssen die Jusos integrieren, aber eben bei weitem nicht nur. F&#252;r einen Jugendverband gelten dieselben Spielregeln wie f&#252;r Parteien: Sie k&#246;nnen nur erfolgreich sein, wenn sie verschiedene gesellschaftliche Gruppen ansprechen. Das gelingt derzeit nicht.<br />
3.	Utopien sind nicht mehrheitsf&#228;hig. Es d&#252;rfte nur ein kleiner Teil junger Erwachsener sein, die sich nach dem „demokratischen Sozialismus“ sehnt. Es d&#252;rfte aber ein viel gr&#246;&#223;erer Teil sein, der politische Alternativen erdenken und umsetzen will. Die Jusos m&#252;ssen nicht aufh&#246;ren, links zu sein, um pragmatisch zu sein. Sie m&#252;ssen nur den Mut haben, sich in die Niederungen der Realpolitik zu begeben. Es ist eben ein Unterschied, ob man zugunsten der „neuen Gesellschaftsordnung“ gleich die ganzen Sozialreformen r&#252;ckg&#228;ngig machen will (was nicht nur utopisch, sondern auch &#246;konomisch und sozialpolitisch dumm ist) oder ob man versucht, jene Stellschrauben herauszusuchen, an denen man zum Wohle der Menschen drehen kann. Es ist dringend geboten, die Regels&#228;tze des ALG II zu erh&#246;hen, aber das muss nicht bedeuten, die Sanktionsmechanismen abzuschaffen. Und es ist notwendig, die Bundesagentur f&#252;r Arbeit mir mehr und besser qualifizierten Fallmanagern auszustatten. Aber das muss nicht hei&#223;en, keine Zumutbarkeitskriterien f&#252;r die Annahme von Arbeit mehr zu formulieren.</p>
<p>Das Positionspapier spricht die richtigen Forderungen aus. Es kann nat&#252;rlich kein detailgenauer Fahrplan sein. Es braucht den politischen Willen, eine v&#246;llig neue Strategie junger sozialdemokratischer (auch: jungsozialistischer) Politik zu entwickeln. Das Papier ist ein erster Ansto&#223;, der hoffentlich viel Anklang finden wird.</p>
<p>Marcel Lewandowsky</p>
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		<title>Afghanistan – Ganz oder gar nicht</title>
		<link>http://www.pragmatische-linke.org/afghanistan-ganz-oder-gar-nicht.htm</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 20:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natalie</dc:creator>
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Afghanistan steht am Scheideweg. Die Taliban erstarken – in den einst sicheren Norden wurden 2.500 US-Soldaten geschickt, um die Lage zu stabilisieren. 
In der deutschen Politik ist die Diskussion um Afghanistan immer noch von Sch&#246;nf&#228;rberei gepr&#228;gt. Von einem Polizeieinsatz war lange Zeit die Rede. Erst jetzt ist die Rede von kriegs&#228;hnlichen Zust&#228;nden. Die Bundesrepublik Deutschland [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2010/01/Paul-Fleischer_www.jugendfotos.de-CC-Lizenzby_httpcreativecommons.orglicensesby3.0deed.de_.jpg"><img src="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2010/01/Paul-Fleischer_www.jugendfotos.de-CC-Lizenzby_httpcreativecommons.orglicensesby3.0deed.de_-300x200.jpg" alt="" title="Paul Fleischer_www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)_httpcreativecommons.orglicensesby3.0deed.de" width="300" height="200" class="links size-thumbnail wp-image-318" /></a><strong>Afghanistan steht am Scheideweg. Die Taliban erstarken – in den einst sicheren Norden wurden 2.500 US-Soldaten geschickt, um die Lage zu stabilisieren. </strong><br />
In der deutschen Politik ist die Diskussion um Afghanistan immer noch von Sch&#246;nf&#228;rberei gepr&#228;gt. Von einem Polizeieinsatz war lange Zeit die Rede. Erst jetzt ist die Rede von kriegs&#228;hnlichen Zust&#228;nden. Die Bundesrepublik Deutschland muss sich entscheiden: Entweder das Truppenkontingent deutlich aufstocken oder die Soldaten abziehen.<br />
Ein weiter so ist nicht erfolgversprechend. Wenn die Befriedung nicht in den letzten acht Jahren seit 2001 erfolgt ist, warum soll sie jetzt mit dem gleichen Mittelansatz erfolgreich sein. Welcher gem&#228;&#223;igte Taliban will zum Alliierten werden, wenn ISAF in den n&#228;chsten Jahren verbindlich abziehen will ? Ein Erfolg in Afghanistan ist nur denkbar, wenn man bereit ist, mehr Ressourcen zur Verf&#252;gung zu stellen: Mehr Gelder, mehr zivilen Wiederaufbau, aber auch mehr Soldaten. Ich will mir heute ersparen, &#252;ber den unzureichenden zivilen Ansatz Ausf&#252;hrungen zu machen, da ich da im Verband keinen Dissens feststellen kann. Aber in der deutschen &#214;ffentlichkeit fehlt uns ein ehrlicher Umgang mit dem Einsatz: Wenn es jetzt hei&#223;t, bei dem Luftangriff bei Kunduz seien bis zu 150 Menschen ums Leben gekommen, erinnert mich das im Sprachgebrauch an das ICE-Ungl&#252;ck von in Niedersachsen und nicht an die Folge eines Milit&#228;rangriffs.<br />
Zum einen sollten wir uns die Frage stellen, ob wir in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung diesen Angriff einordnen k&#246;nnten, selbst wenn „nur“ 150 Taliban, d.h. eindeutig feindliche K&#228;mpfer, get&#246;tet worden w&#228;ren. &#220;berzeichnet formuliert m&#252;sste die deutsche &#214;ffentlichkeit dies dann als effektive Umsetzung eines Parlamentsbeschlusses bezeichnen.<br />
Das deutsche Polizeirecht kennt die gezielte T&#246;tung nur als verfassungsrechtlich umstrittenen finalen Rettungsschuss (der gezielte Schuss auf den Geiselnehmer). Beim Abschuss eines Passagierflugzeuges kann sich der Staat aufgrund der eindeutig entgegenstehenden Regelung des Grundgesetzes (laut Auffasssung des Bundesverfassungsgerichts) lediglich auf &#252;bergesetzlichen Notstand berufen.<span id="more-364"></span></p>
<p>Die Toten im Kunduz-Tal sind keine Konsequenz einer m&#246;glicherweise (unvermeidbar) falschen Entscheidung eines deutschen Oberst. Sie sind Konsequenz der politischen Entscheidung des Afghanistan-Einsatzes. Derartige (m&#246;gliche) Fehler sind systemimanent. Wo ein Offizier oder ein Soldat an einem Checkpoint m&#252;de in Sekunden, vielleicht auch Minuten, Entscheidungen trifft, erscheint es obskur, wenn die &#214;ffentlichkeit nach Monaten reichlicher &#220;berlegung und Abw&#228;gung zu einer anderen Bewertung kommt. Der Ruf nach mehr Kontrollen ist nicht nur der &#252;bliche Bei&#223;reflex, er ist auch sachlich falsch. Jede Minute, in der die Tanklaster im Sand im Kunduz-Tal steckten, erh&#246;hte beispielsweise die Gefahr, dass Dorfbewohner wie anscheinend geschehen kommen und von dem Benzin etwas abzapfen k&#246;nnten. Und dass jede Kontrollinstanz Zeit kostet, f&#252;r diese Erkenntnis muss man nicht Organisationslehre studiert haben.</p>
<p>Ein daf&#252;r ausgebildeter deutscher Offizier hat mit seinem daf&#252;r ausgebildeten Stab eine m&#246;glicherweise falsche Entscheidung getroffen. Mehr Kontrolle werden wir nicht schaffen k&#246;nnen.<br />
Haben wir im dazu alle M&#246;glichkeiten einer verh&#228;ltnism&#228;&#223;igen Reaktion einger&#228;umt. Wenn ich bedenke, dass am Horn von Afrika oder vor dem Libanon hochmoderne Fregatten Piraten und Schmuggler jagen, wozu wahrscheinlich auch die alten ausgemusterten Zerst&#246;rer in der Lage waren, gleichzeitig in einem deutschen Feldlager, wo kriegs&#228;hnliche Zust&#228;nde herrschen, sich keine Kampfhubschrauber, Kampfpanzer oder Haubitzen befinden, um dem Befehlshaber vor Ort mehr Handlungsoptionen einzur&#228;umen, muss ich dies verneinen. H&#228;tte ein mit lokal vorhandenen Kr&#228;ften hypothetischer Angriff m&#246;glicherweise nicht zumindest Zivilbev&#246;lkerung von den Tanklastern ferngehalten ? Wenn ein Offizier sich gegen ein Vorgehen gegen den Feind entscheidet, riskiert er ein Vorgehen des Feindes gegen die ihm unterstellten Soldaten. Seit den Zeiten der RAF ist das Risiko der deutschen Polizei, bei einem Nichtvorgehen gegen Verbrecher selbst deren Opfer zu werden, gering. Insofern stellt sich die Option, auch einmal nicht zu handeln aufgrund der Risiken, im deutschen Polizeirecht anders dar als im Afghanistan-Einsatz.</p>
<p>Die andere Option in Afghanistan ist nat&#252;rlich, die Soldaten abzuziehen. Mit dem Risiko eines Ende des Nordatlantischen B&#252;ndnisses und der bekannten globalen Machtkonstruktionen. Und da es gerade machtpolitisch kein Vakuum gibt, w&#252;rde dieses sich von anderer Seite f&#252;llen – vermutlich aus dem Nahen oder Fernen Osten. Ob dieses Szenario gegen&#252;ber einer zugegeben reformbed&#252;rftigen NATO erstrebenswerter ist, bleibt fraglich. Die Bef&#252;rworter eines Abzuges m&#252;ssten nur so ehrlich sein, diese Frage zu beantworten, anstatt so zu tun, als w&#252;rde sich diese Frage neben der weiteren Entwicklung in Afghanistan (Situation der Frauen, Drogenanbau etc.) nicht auch stellen.</p>
<p>Und dann muss eine Entscheidung zwischen diesen beiden Optionen her, anstatt eines Kompromisses, der in diesem Fall schlechter ist als beide Handlungsoptionen. Sollte es uns nicht gelingen, eine realistische Perspektive f&#252;r Afghanistan zu formulieren UND die daf&#252;r notwendigen Ressourcen zur Verf&#252;gung zu stellen, bleibt nur der Abzug.</p>
<p>Holger Lachmann</p>
<p>Foto-Quelle: Paul Fleischer_www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)_httpcreativecommons.orglicensesby3.0deed.de&#8221;</p>
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		<title>Internationale Solidarit&#228;t ist kein Bettvorleger</title>
		<link>http://www.pragmatische-linke.org/internationale-solidaritaet-ist-kein-bettvorleger.htm</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 23:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dennis</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Die SPD muss ihre Positonierung zum Einsatz von Milit&#228;r in der Au&#223;enpolitik kl&#228;ren!
Die aktuelle Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zeigt, dass die deutsche Sozialdemokratie in ihrer Au&#223;en- und Sicherheitspolitik an einem programmatischen Scheideweg steht. Die Linkspartei profiliert sich mit der nicht unpopul&#228;ren Forderung eines Abzugs aller Truppen aus Afghanistan und der kategorischen [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2009/12/zaun.jpg"><img src="http://www.pragmatische-linke.org/wp-content/uploads/2009/12/zaun.jpg" alt="" title="zaun" width="134" height="100" class="links size-full wp-image-101" /></a>Die SPD muss ihre Positonierung zum Einsatz von Milit&#228;r in der Au&#223;enpolitik kl&#228;ren!</p>
<p>Die aktuelle Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zeigt, dass die deutsche Sozialdemokratie in ihrer Au&#223;en- und Sicherheitspolitik an einem programmatischen Scheideweg steht. Die Linkspartei profiliert sich mit der nicht unpopul&#228;ren Forderung eines Abzugs aller Truppen aus Afghanistan und der kategorischen Ablehnung jeglicher Eins&#228;tze deutschen Milit&#228;rs, selbst wenn diese durch die UNO mandatiert sind. Auf der politischen Rechten punktet Schwarz-Gelb mit entschlossenem Kampf gegen Al Qaida, NATO-B&#252;ndnistreue und dem Schutz von Handelswegen am Horn von Afrika. Wenn es also in den kommenden Monaten zum Schwur kommen wird und der Bundestag &#252;ber eine Verl&#228;ngerung deutscher Mandate in Afghanistan, dem Libanon, dem Sudan etc. abstimmt, wie und auf welcher politischen Grundlage werden sich Fraktion und Partei verhalten?</p>
<p>Im Gegensatz zur allgemein positiven Grundhaltung der deutschen Linken gegen&#252;ber ziviler und humanit&#228;rer Hilfe bleibt die Frage nach Sinn und Notwendigkeit des Einsatzes milit&#228;rischer Mittel ein Zankapfel. Dies ist sicherlich auch gut so, ist doch die Entsendung von Soldaten eine folgenschwere und hoch-politische Entscheidung. Verantwortlich hierf&#252;r ist nicht nur die deutsche Geschichte, sondern auch ein generelle Skepsis gegen&#252;ber den offenen und verdeckten Motiven einer Regierung bei der Entsendung von Soldaten. Unter welchen Umst&#228;nden aber ist ein Einsatz von Milit&#228;r gerechtfertigt oder sogar absolut erforderlich? Auf diese Frage hat die Sozialdemokratie bisher keine Antwort gefunden.<span id="more-44"></span></p>
<p>Schauen wir uns die Ver&#228;nderung aktueller Kriegsf&#252;hrung an, so stellen wir fest: Zwischenstaatliche Kriege machen nur noch einen geringen Anteil der heutigen bewaffneten Konflikte aus. Krieg ist heute weitestgehend ein innerstaatliches Ph&#228;nomen, sofern von „Staat“ &#252;berhaupt noch die Rede sein kann. Meistens sind failed states der Ort blutiger Konfliktaustragung, von der wiederum vor allem Zivilisten betroffen sind: In den heutigen Kriegen sind sch&#228;tzungsweise 85% aller Todesopfer Zivilisten. Anfang des 20. Jahrhunderts waren es nur 10%. Massive Menschenrechtsverletzungen und systematische Br&#252;che des humanit&#228;ren V&#246;lkerrechts sind aus heutigen Kriegen nicht mehr wegzudenken. In anderen Worten: V&#246;lkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und ethnische S&#228;uberungen sind zu einem „Markenkern“ heutiger Kriege geworden. Allein im Kongo sind im Jahr 2008 &#252;ber 100.000 Menschen Opfer sexueller Gewalt geworden; seit 1998 sind 6,8 Millionen Todesopfer zu beklagen. Alles unter den Augen der internationalen Gemeinschaft. Bisher hat die SPD diese Evolution des Kriegs nicht ausreichend diskutiert und reflektiert. Statt dessen verharren Teile ihrer Anh&#228;ngerschaft in der Einsch&#228;tzung, dass wer gegen den Einsatz von Milit&#228;r sei sich quasi automatisch f&#252;r Menschenrechte einsetze. Diese rigorose Positionierung ist aber sp&#228;testens seit den V&#246;lkermorden in Ruanda, Bosnien und Darfur unhaltbar. Unwissentlich sch&#252;tten ihre Bef&#252;rworter das Kind mit dem Bade aus, wie Erhard Eppler richtigerweise feststellt. Der Einsatz milit&#228;rischer Mittel muss von der Sozialdemokratie grunds&#228;tzlich neu bewertet werden.</p>
<p>Mit Soldaten l&#246;st man keine Konflikte. Ohne Soldaten jedoch oft auch nicht mehr. Milit&#228;r kann in der Tat keine politischen L&#246;sung finden, denn hier sind Politiker und Diplomaten in der Verantwortung. Frieden l&#228;sst sich nicht herbeibomben. Richtig ist aber auch: Wo dir andere mit Gewehren gegen&#252;berstehen und Zivilisten zu tausenden ermorden werden, dort sollte man nicht blo&#223; einen Kugelschreiber zur Hand haben. Bei Massenverbrechen wie in Darfur ist die Feder leider nicht st&#228;rker als das Schwert. Was Soldaten aber oft besser k&#246;nnen als Diplomaten ist, unschuldige Zivilisten vor den Macheten, Kugeln und Bomben ihrer H&#228;scher zu besch&#252;tzen, solange es noch keinen Frieden, keinen Waffenstillstand gibt. Als Bestandteil einer erfolgreichen Beilegung bewaffneter Konflikte kann der entschlossene Einsatz von Milit&#228;r f&#252;r die Linke also nicht nur notwendiges &#220;bel, sondern vielmehr w&#252;nschenswertes Instrument zum Schutz grundlegender Menschenrechte sein.</p>
<p>Joschka Fischer hat das deutsche Dilemma 1999 auf den Punkt gebracht: „Wollen wir Nie wieder Krieg oder Nie wieder Auschwitz?“ Im Gegensatz zur Position von B90/Gr&#252;ne, die notfalls auch f&#252;r den milit&#228;rischen Schutz von Menschenrechten sind, gilt aktuell f&#252;r die SPD, dass sie ihre Wahl noch nicht getroffen hat. Will sie ihrem Anspruch internationaler Solidarit&#228;t k&#252;nftig gerecht werden, dann erteilt sie dem tumb-populistischen Pazifismus à la Lafontaine eine Absage.</p>
<p>Robert Sch&#252;tte</p>
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		<title>Willkommen bei der Pragmatischen Linken</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 19:00:59 +0000</pubDate>
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Wir sind ein modernes, pragmatisches und realpolitisches B&#252;ndnis aus engagierten jungen Menschen, die sich aktiv f&#252;r ihre politischen Ideen und Ziele innerhalb der Jusos und der SPD einsetzen. Wir sind bundesweit aktiv und dabei kommunalpolitisch verankert. In der Tradition unserer sozialdemokratischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarit&#228;t stellen wir uns den Herausforderungen unserer Zeit. Hierbei wollen [...]]]></description>
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<p>Wir sind ein modernes, pragmatisches und realpolitisches B&#252;ndnis aus engagierten jungen Menschen, die sich aktiv f&#252;r ihre politischen Ideen und Ziele innerhalb der Jusos und der SPD einsetzen. Wir sind bundesweit aktiv und dabei kommunalpolitisch verankert. In der Tradition unserer sozialdemokratischen Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarit&#228;t stellen wir uns den Herausforderungen unserer Zeit. Hierbei wollen wir ohne politische oder ideologische Scheuklappen neue Wege gehen.</p>
<p><em>„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer H&#246;he zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“<br />
Willy Brandt – 1992</em></p>
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